Funktionstextilien sind Kleidungsstücke oder auch Heimtextilien die aus Fasern, Garnen, Geweben und Gewirken bzw. Stoffen mit funktionellem Mehrwert bestehen.

Je nach Einsatzzweck kann Funktionsbekleidung die unterschiedlichsten Funktionalitäten haben.

Kinder lieben es draussen in der Natur zu sein,sie spielen und entdecken ihre Umgebung, egal bei welchem Wetter.

Dafür ist ein umfassender Schutz gegen Kälte, Regen und Nässe besonders wichtig.

Um diesen Schutz und ein gutes Wohlbefinden zu gewährleisten sind die Wasserdichtigkeit (also wie gut wird das Wasser abgehalten) und die Atmungsaktivität besonders wichtig.




Wassersäule / Wasserdichtigkeit

Die Wassersäule ist eine Zahl, welche beschreibt wie wasserdicht ein Produkt ist. Je höher die Wassersäule ist, desto besser wird das Wasser abgehalten.

Technisch gesehen kann man sich das so vorstellen: Ein Stück Stoff wird unter einen Zylinder gespannt. Dieser wird nach und nach mit Wasser gefüllt. Hierbei wird dann geschaut, bei welcher Höhe der Wassersäule, der Stoff anfängt Wasser durchzulassen.

Hat ein Stoff eine Wassersäule von z.B. 3.000 Millimeter, dann wird er erst wasserdurchlässig, wenn das Wasser 3 Meter hoch auf dem Stoff steht.

Die EU Norm für einen wasserdichten Artikel liegt bei einer Wassersäule von 1300 mm.

Ebenfalls wichtig für die Wasserdichte der Bekleidung ist, dass die Nähte und Reißverschlüsse verklebt bzw. versiegelt sind.

Diese Wasserdichtigkeit wird durch spezielle Beschichtungen oder Membrane (z.B. Gore-Tex oder Sympatex) erreicht.





Atmungsaktivität

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass ein Produkt was atmungsaktiv ist, nicht absolut wasserdicht sein kann.

Mit Atmungsaktivität ist gemeint, das das Material die Eigenschaft hat, Wasserdampf bzw. Schweiß von innen nach außen zu leiten.

Gemessen und angegeben wird die Atmungsaktivität in der Einheit g/m2/24h. Je höher dieser Wert ist, umso besser ist die Atmungsaktivität.

Die Eigenschaft funktioniert nur dann, wenn der Unterschied zwischen Körpertemperatur und Außentemperatur möglichst groß ist ( am besten also wenn es kalt und trocken ist.

Bei feucht-warmem Wetter mit Temperaturen oberhalb von 15 °C funktionieren Klimamembranen nur sehr eingeschränkt.





UV - Schutzfaktor

Wer liebt es nicht an einem sonnigen Tag draußen zu sein und die Natur zu geniessen? Doch zu viel UV- Strahlung ist gefährlich, auf die richtige Dosis kommt es an.

Je nach Hauttyp ist nach 5-20 Sonnen-Minuten das Immunsystem gestärkt und danach wird die Haut verletzt. Besonders die Haut von Kindern besitzt nur einen sehr geringen Eigenschutz vor der Sonne.

Der UV-Index als Messzahl für die UV-Strahlung zeigt wie intensiv und gesundheitsgefährdend die Sonne zu einer bestimmten Zeit an einem konkreten Ort ist. Ab einem UV-Index von 5 empfehlen Hautärzte UV-Schutzbekleidung.

Der Vorteil von UV - Bekleidung ist, das der Schutz den ganzen Tag anhält. Normale Sommerbekleidung bietet keinen ausreichenden Schutz, der UV Schutzfaktor eines normalen T-Shirts aus Baumwolle liegt z.B. bei nur 10, nass sogar nur bei 3.

Besonders am und im Wasser ist UV Bekleidung vorteilhaft, da durch die Reflektion des Wassers, die UV-Strahlung auf bis zu 90% steigt.

Der UV-Schutzfaktor (UPF) gibt an, wie lange sich der Träger von UV-Schutzbekleidung länger in der Sonne aufhalten kann, ohne Hautschäden zu riskieren.

UPF 20 bedeutet zum Beispiel, dass man mit dieser Bekleidung 20 Mal länger in der Sonne bleiben kann, als ohne. Hierbei muss allerdings unbedingt der individuelle Hauttyp berücksichtigt werden.




Funktionbekleidung bei BabyOne