Liebe Leserin,

hast du es gerade erst erfahren? Oder weißt du es schon ein bisschen länger, dass du schwanger bist? Auf jeden Fall: Herzlichen Glückwunsch! Denn vor dir liegt eine einmalige und spannende Zeit, in der du viele neue Erfahrungen machen wirst.

Das tolle Gefühl zum Beispiel, wenn du zum ersten Mal die Bewegungen deines Kindes im Bauch spürst. Oder beim Arzt seine Herztöne hörst – ganz schnell und laut. Die Vorfreude, wenn du die ersten winzig kleinen Babysachen einkaufst und das Kinderzimmer herrichtest. Das ganz neue Körpergefühl, das sich mit dem Wachsen des Bauchs immer wieder verändert. Und auch die Unsicherheit, die die ungewohnte Situation mit sich bringt: Werde ich das schaffen, mit der Geburt? Wie komme ich wohl mit einem Kind zurecht?

Keine Frage: Die Schwangerschaft ist eine außergewöhnliche Zeit. Ein zuverlässiger Begleiter durch die aufregenden neun Monate ist der Schwangerschaftsbegleiter von BabyOne. Auf rund 60 Seiten haben wir viele Informationen und Tipps rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebenswochen deines Babys zusammengestellt. Kurz, knapp und übersichtlich. So kannst du alles leicht (wieder) finden und dich auf einen Blick über die wichtigsten Fakten informieren. Auch für deine eigenen Notizen haben wir reichlich Platz gelassen: Damit du alles aufschreiben kannst, was nun zählt.

Alles was nun zählt

Ich bin schwanger!

Der Busen spannt, die Regel bleibt aus und du könntest dauernd schlafen – erste Anzeichen für eine Schwangerschaft, die oft schon wenige Tage nach der Befruchtung spürbar sind. Sicherheit über deinen „Zustand” erhälst du durch einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke. Fällt der positiv aus, solltest du bald deinen Frauenarzt oder eine Hebamme aufsuchen. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen stellst du sicher, dass es dir und deinem Baby von Anfang an gut geht

Wann ist das Baby endlich da?

Den Entbindungstermin kannst du mit der so genannten Naegele’schen Regel selbst ausrechnen – vorausgesetzt, du weißt das Datum des ersten Tages deiner letzten Periode und hast einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen. Durchschnittlich dauert eine Schwangerschaft etwa 280 Tage oder 40 Wochen, gerechnet vom ersten Tag der letzten Periode. Addiere zu diesem Datum sieben Tage, ziehe drei Monate ab und addiere wiederum ein Jahr hinzu. Schon weißt du, wann dein Baby ungefähr zur Welt kommen wird. Aber keine Angst, wenn die Geburt nicht genau zum errechneten Termin stattfindet: Das ist nur bei etwa vier Prozent aller Frauen der Fall. Dein Baby kann jederzeit zwischen der 38. und der 42. Schwangerschaftswoche geboren werden und gilt dann als „Termingeburt“.

Oft wird das nach dem Zyklus berechnete Datum nach der ersten Ultraschalluntersuchung geändert. Anhand der Größe des Embryos lässt sich in dieser Phase nämlich fast auf den Tag genau die tatsächliche Schwangerschaftswoche bestimmen.

Da die Schwangerschaftswoche nach dem Zyklus und nicht nach dem tatsächlichen Befruchtungstag errechnet wird, kann es sein, dass du offiziell in der dritten Schwangerschaftswoche bist, obwohl die Befruchtung erst zwei Tage her ist.

Vorsorgeuntersuchungen – wann und warum?

Als Schwangere hast du Anspruch auf mindestens 14 Vorsorgeuntersuchungen bei deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme. Du solltest alle vier Wochen zur Untersuchung gehen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen und zuletzt sogar im wöchentlichen Rhythmus. Alle Ergebnisse werden im Mutterpass dokumentiert, den du beim ersten Termin erhältst. Kontrolliert wird dein Gewicht, der Blutdruck, eine Urinprobe, die Größe der Gebärmutter, die Lage des Kindes und seine Herztöne. Außerdem wird dein Blut untersucht. Gegen Ende der Schwangerschaft führen dein Arzt oder deine Hebamme eine vaginale Untersuchung durch, um festzustellen, ob der Muttermund noch geschlossen ist. Dabei wird auch das Becken abgetastet. Zur Schwangerschaftsvorsorge gehören auch drei Ultraschalluntersuchungen.Mit ihrer Hilfe kann dein Arzt eventuelle Komplikationen oder Fehlbildungen des Kindes frühzeitig erkennen. Für dich selbst ist die Ultraschalluntersuchung eine wunderbare Gelegenheit, dein Kind zum ersten Mal zu sehen. Vielleicht kannst du sogar eine Aufnahme deines Babys mit nach Hause nehmen.

Alles was nun zählt

Was muss ich mir jetzt verkneifen?

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, und dementsprechend kannst du dein Leben weitgehend „normal“ weiterführen. Ein paar Dinge solltest du im Interesse deiner Gesundheit und der deines Kindes aber unbedingt vermeiden:

  1. Nikotin, Alkohol und Drogen
  2. Rohes oder nur halb durchgebratenes Fleisch
  3. Milchprodukte aus Rohmilch
  4. Arzneimittel, die dir vor der Schwangerschaft verordnet wurden und die von deinem Arzt als schädlich für das Ungeborene eingestuft werden.
  5. Extreme körperliche Anstrengungen. Dazu zählt auch schwere Hausarbeit oder das Akten schleppen im Büro.
  6. Kontakt zu Personen, vor allem zu Kindern mit ansteckenden Krankheiten. Masern und Röteln können das Ungeborene zum Beispiel schwer schädigen.
  7. Aufenthalte in der prallen Sonne, da du nun zu starker Pigmentierung neigst.
  8. Hohe Absätze. Sie fördern Rückenschmerzen und Wadenkrämpfe, wenn das Körper- gewicht steigt.
  9. Stress. Auch wenn du ein echter Workaholic bist: Jetzt ist Kürzertreten angesagt. Wenn auch positiver Stress führt zu innerer Anspannung – und die schadet deinem Baby.
    Tipp: Probiere es mal mit Yoga. Damit fällt es leichter, einen Gang zurückzuschalten.

Was sollte ich auf jeden Fall tun?

  1. Nimm in den ersten 12 Schwangerschaftswochen ein Folsäurepräparat ein. Damit beugst du Neuralrohrdefekten vor, die Fehlbildungen wie Spina-bifida-Erkrankungen („offener Rücken“) zur Folge haben.
  2. Lasse eine sorgfältige zahnärztliche Untersuchung durchführen. Auf Röntgenaufnahmen sollte dabei möglichst verzichtet werden.
  3. Iss viel frisches Obst und Gemüse und trinke mindestens zwei Liter Wasser, Kräutertee oder ungesüßten Fruchtsaft pro Tag. Unbedingt auf den Speiseplan gehören auch Vollkornbrot und Fisch.
  4. Informiere deinen Arbeitgeber über die Schwangerschaft. Lass dich – zum Beispiel bei einer Familienberatungsstelle – über rechtliche Regelungen zu Mutterschutz, Erziehungsurlaub, Erziehungsgeld beraten.
  5. Melde dich zu einem Geburtsvorbereitungskurs an. Hier lernst du Atem- und Entspannungsübungen für die Geburt und kannst nette Kontakte zu anderen zukünftigen Müttern knüpfen.
  6. Trage den Mutterpass immer bei dir. Im Notfall wissen Helfer so gleich, dass du schwanger bist, und können entsprechend reagieren.
  7. Gönn dir so oft wie möglich Ruhepausen. Leg dabei am besten die Füße hoch, schließ die Augen und höre entspannende Musik.
  8. Besuche verschiedene Entbindungskliniken und lass dich ausführlich über das jeweilige Angebot beraten.
  9. Nimm auf jeden Fall frühzeitig Kontakt zu einer Hebamme auf, die dich auch in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt zu Hause begleiten und beraten kann.

1.-13. Schwangerschaftswoche (1. Trimenon)

Was hilft gegen Schwangerschaftsbeschwerden?

Übelkeit

  • vor dem Aufstehen trockenen Toast oder Kekse knabbern, dazu gesüßten Tee oder Wasser trinken
  • langsam aufstehen
  • lieber viele kleine, statt wenige große Mahlzeiten essen
  • viel trinken
  • Nahrungsmittel mit ausgeprägtem Eigengeschmack und -geruch meiden
  • lockere Kleidung tragen

Schwangerschaftsstreifen

  • Bauch und Brust mehrmals täglich mit reichhaltigen Cremes oder Lotions einreiben
  • Bauchhaut mit sanfter Zupfmassage verwöhnen
  • Bauch und Brust jeden Morgen abwechselnd mit warmem und kaltem Wasserstrahl abduschen

Niedriger Blutdruck

  • längeres Stehen vermeiden
  • viel frische Luft tanken

14.-26. Schwangerschaftswoche (2. Trimenon)

Kindsbewegungen – Wann tut sich was im Bauch?

Schmetterlinge im Bauch spüren werdende Mütter meist um die 20. Schwangerschaftswoche zum ersten Mal. Frauen, die schon Kinder haben, fühlen die ersten Bewegungen oft sogar noch ein bisschen früher. Ab der 24.Woche wird das Kind aktiver; seine Bewegungen sind nun regelmäßig mehrmals am Tag – und vor allem in der Nacht – fühlbar. Von außen kann man strampelnde Beinchen und boxende Arme etwa ab der 25.Woche ertasten. Der Zeitpunkt der ersten Kindsbewegungen wird in deinem Mutterpass eingetragen. Achte während der weiteren Schwangerschaft sorgfältig auf die Zeichen aus deinem Bauch: Eine Veränderung oder Verringerung der Bewegungen kann nämlich auf Komplikationen hindeuten.

Wie viel darf ich zunehmen?

Die durchschnittliche Gewichtszunahme während der Schwangerschaft beträgt 12,5 Kilo. Du bringst mehr oder weniger auf die Waage? Kein Grund zur Aufregung: je nach Größe, normalem Körpergewicht, Knochenbau und weiteren Faktoren sind zwischen 10 und 20 Kilo völlig in Ordnung. Bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels beträgt die Zunahme nur ca.1 bis 2 Kilo, im zweiten Drittel sind es etwa 4 bis 6. Durchschnittlich 5 Kilo legen Schwangere in den letzten 12 Wochen zu. Wenn du dich während der Schwangerschaft gesund ernährst, purzeln die Pfunde nach der Geburt schnell wieder auf das Ausgangsgewicht. Übrigens: du musst in der Schwangerschaft nicht für Zwei essen. Der Mehrbedarf liegt nur bei rund 200 Kalorien pro Tag.

27.-40. Schwangerschaftswoche (3. Trimenon)

Schwere Wochen – leicht gemacht.

Der Bauch ist riesig, die Luft wird knapp – die letzten Schwangerschaftswochen sind ganz schön anstrengend. Gönne dir viele Verschnaufpausen und leg dabei die Füße hoch. Beine und Rücken werden so entlastet. Schlafen kannst du jetzt wahrscheinlich am besten auf der Seite. Stütze den Bauch mit Kissen ab und schiebe auch ein Kissen zwischen die Knie – das beugt Muskelkrämpfen vor. Reibe Brust und Bauch mehrmals täglich mit fettreicher Lotion ein, damit die Haut elastischer wird. Vorsicht bei der Brustmassage: Die Stimulation der Brustwarzen kann Wehen auslösen! Viel Flüssigkeit wirkt der lästigen Verstopfung entgegen und hält den Stoffwechsel in Schwung – also trinken, trinken, trinken. Am besten sind Wasser und dünne Früchtetees.

Jetzt geht’s los – die Geburt.

Als Faustregel gilt: Ab in die Klinik, wenn die Wehen regelmäßig alle zehn Minuten kommen. Wenn du dich unsicher fühlst, gehe aber ruhig schon früher hin. Sofort ins Krankenhaus musst du, sobald die Fruchtblase geplatzt ist. Keine Frage: Wehen tun weh. Mit den Atemtechniken, die du im Geburtsvorbereitungskurs gelernt hast, kannst du die Schmerzen aber etwas lindern. Außerdem gibt es noch viele andere natürliche Methoden gegen den Schmerz. Lass dich vorab von deiner Hebamme oder deinem Arzt ausführlich darüber beraten, was für dich in Frage kommt.

Im Kreißsaal bist du die Chefin!

Sage also deutlich, was dir gerade angenehm ist und lass deinen Gefühlen freien Lauf. Auch Schreien und Fluchen sind durchaus erlaubt – und können den Geburtsverlauf ungemein erleichtern. Wichtig für einen schnellen und glatten Ablauf ist natürlich auch die Geburtsposition. Die traditionelle Liegeposition ist eigentlich nur für die Geburtshelfer praktisch. Schneller und einfacher kommt dein Baby wahrscheinlich bei einer aufrechten Position zur Welt – auf dem Geburtshocker zum Beispiel. Eigentlich logisch, denn dann hilft die Schwerkraft mit. Du willst trotzdem lieber im Liegen entbinden? Wie gesagt – du bist der Boss!

Wenn das Baby endlich da ist, bleibst du mit ihm noch eine Weile im Kreißsaal – zum Kennenlernen sozusagen. Wahrscheinlich guckt das Kleine sich die Welt gleich mit großen Augen an, nuckelt ein wenig an der Brust – und schläft dann zufrieden ein. Von Papa oder Hebamme wird es liebevoll gebadet und angezogen. Danach folgt dann gleich die erste Kindervorsorgeuntersuchung – alles klar mit dem neuen Erdenbürger? Wenn ja und wenn du ambulant entbindest, kannst du nach zwei bis vier Stunden samt Baby wieder nach Hause. Der Krankenhausaufenthalt nach einer unkomplizierten Geburt dauert durchschnittlich vier Tage.

Rooming-in – Ja oder nein?

Die meisten Entbindungskliniken bieten heute Rooming-in an. Das heißt: Mutter und Kind sind in einem Zimmer untergebracht. Das hat viele Vorteile. Du lernst dein Baby und sein Verhalten schneller kennen. Das Stillen klappt problemloser, weil du dein Baby jederzeit anlegen kannst. Das Neugeborene fühlt sich sicher und geborgen. Und du hast wahrscheinlich weniger mit depressiven Verstimmungen im Wochenbett zu kämpfen, wenn dein Baby bei dir ist. Aber setze dich nicht unter Druck. Wenn du von der Geburt völlig erschöpft bist und Ruhe brauchst, darfst du dein Baby nachts ruhig den Säuglingsschwestern überlassen und es dir zum Stillen bringen lassen. Hier ist es bestens aufgehoben – und du kannst Kraft tanken für die anstrengende Zeit, die noch vor dir liegt.

Stillen oder Fläschchen?

Fürs Stillen spricht eine ganze Menge: Die Muttermilch enthält alles, was das Baby braucht und stärkt seine Immunkräfte. Der enge Körperkontakt festigt das Band zwischen Mutter und Kind. Stillen ist immer und überall ohne Vorbereitung möglich und fördert auch noch die Rückbildung der Gebärmutter. Die Stillquote liegt in Deutschland je nach Region zwischen 80 und 95 Prozent; Hebammen und speziell geschulte Säuglingsschwestern helfen Mutter und Kind über eventuelle Anfangsschwierigkeiten hinweg. Wer trotz allem nicht stillen kann oder möchte, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Die auf dem Markt angebotene Fertignahrung für Kinder ist von hoher Qualität, und auf die Streicheleinheiten zum Essen braucht man auch beim Fütternaus der Flasche nicht zu verzichten. Wichtig ist, dass du auf strenge Hygiene achtest und dich genau an die Mengenangaben der Hersteller hälst. Sonst wird die Milch leicht zu reichhaltig, was beim Baby zu Verstopfung und Übergewicht führen kann.

So wird das Fläschchen richtig gut

  1. Wasch dir die Hände, bevor du mit der Zubereitung beginnst. Das beugt Infektionen vor.
  2. Wasser – auch Mineralwasser – abkochen und auf 50°C abkühlen lassen.
  3. Sterilisiertes Fläschchen mit dem Wasser füllen. Füll genau so viel ein, wie auf der Packung vom Hersteller angegeben ist.
  4. Genaue Menge Milchpulver abmessen, in die Flasche geben und kräftig schütteln, bis sich das Pulver gelöst hat.Fülle immer zuerst das Wasser ins Fläschchen, sonst wird die Milch konzentrierter als beabsichtigt.
  5. Warte, bis sich der durch das Schütteln entstandene Schaum gesetzt hat, bevor du mit dem Füttern beginnst. Sonst bekommt dein Babyleicht Blähungen.
  6. Fläschchen unter kaltem Wasser abkühlen lassen. Jetzt kannst du mit dem Füttern beginnen oder das Fläschchen einige Stunden im Kühlschrank lagern. Achtung: Die vorbereitete Milch muss spätestens innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden!

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