Parmesan in der Schwangerschaft
Du darfst Parmesan in der Schwangerschaft bedenkenlos essen, da er aufgrund seiner langen Reifezeit und seines geringen Wassergehalts als extrem sicher vor Listerien gilt. Selbst Varianten aus Rohmilch stellen für dich und dein ungeborenes Baby kein Risiko dar, sofern du ein paar einfache Regeln beim Einkauf und der Zubereitung beachtest.
Inhaltsverzeichnis:
Ist Parmesan in der Schwangerschaft erlaubt?
Ja, Parmesan ist in der Schwangerschaft erlaubt und gehört zu den sichersten Käsesorten für werdende Mütter. Als sogenannter Hartkäse hat er eine feste Konsistenz, die listerienfeindlich ist. Listerien sind Bakterien, die in weichen, feuchten Käsesorten überleben können, aber im trockenen Parmesan keine Chance zur Vermehrung finden.
Die Sicherheit liegt vor allem an der Herstellung. Während der langen Reifung verliert der Käse so viel Wasser, dass schädliche Mikroorganismen nicht überleben können. Du kannst diesen Käse also bedenkenlos auf deinen Speiseplan setzen. Er ist zudem nährstoffreich und deckt einen Teil deines erhöhten Kalziumbedarfs ab. Typische Beispiele für den Genuss sind frisch gehobelte Späne auf deiner Pasta oder ein kleines Stück als Snack zwischendurch.
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Warum Parmesan trotz Rohmilch sicher ist
Obwohl Parmesan oft aus Rohmilch hergestellt wird, ist er für Schwangere unbedenklich, weil die extrem lange Reifezeit von oft 24 bis 30 Monaten potenzielle Erreger unschädlich macht. Die Kombination aus hohem Salzgehalt und der natürlichen Säuerung im Kessel sorgt dafür, dass eine Listeriose durch diesen Käse praktisch ausgeschlossen ist.
Bei der Produktion von Sorten wie Reggiano oder Grana Padano wird die Milch zudem auf Temperaturen erhitzt, die viele Keime bereits zu Beginn reduzieren. Die Brenntemperatur im Kupferkessel liegt oft bei über 50 Grad. Das ist zwar keine vollständige Pasteurisierung, aber zusammen mit der langen Lagerung im Käselaib reicht es aus, um Krankheitserreger wie Listerien zu eliminieren. Du musst dir also keine Sorgen um dein Ungeborene machen, wenn du ein Stück echten italienischen Hartkäse genießt.
Geriebener Parmesan: Tüte oder frisch gerieben?
Beim Verzehr von Parmesan solltest du bevorzugt Hartkäse am Stück kaufen und diesen selbst reiben. Geriebener Käse aus der Plastikverpackung im Kühlregal hat eine viel größere Oberfläche und kann daher schneller mit Keimen verunreinigt sein, wenn die Kühlkette unterbrochen wurde. Eine Keimbelastung entsteht hier meist nicht durch den Käse selbst, sondern durch die Verarbeitung und Lagerung in der Tüte.
Wenn du dennoch abgepackter Reibkäse nutzen möchtest, solltest du diesen nur zum Überbacken verwenden. Hitze tötet eventuelle Bakterien zuverlässig ab. Für den frischen Genuss auf den Nudeln sind hier 2 bis 3 sichere Schritte für dich:
- Kaufe Parmesan am Stück und reibe ihn erst kurz vor dem Essen.
- Entferne die Käserinde großzügig, da sich dort am ehesten Keime sammeln können.
- Wasche dir nach dem Reiben kurz die Hände, um absolute Hygiene zu wahren.
Parmesan im Restaurant, auf Pizza oder im Risotto
In der warmen Küche ist Parmesan absolut sicher, da er beim Kochen oft erhitzt wird. Wenn du im Restaurant ein Risotto bestellst oder eine Pizza mit Parmesan genießt, werden eventuelle Restrisiken durch die hohen Temperaturen im Ofen oder Topf komplett beseitigt. Die Hitze sorgt dafür, dass Keime sicher abgetötet werden.
Solltest du beim Italiener unsicher sein, frage einfach kurz nach, ob der Käse frisch vom Laib gehobelt wurde. Meistens ist das bei hochwertigem Parmesankäse der Fall. Erhitzter Käse ist immer die sicherste Wahl, wenn du dir unterwegs unsicher über die Lagerbedingungen bist. Du kannst Parmesan in folgenden Gerichten völlig entspannt genießen:
- In einer cremigen Sauce für Vollkornnudeln.
- Als knusprige Kruste auf einem Gemüseauflauf.
- Eingesetzt als würzige Zutat in einer hausgemachten Lasagne.
Sicherer Einkauf: Darauf solltest du achten
Beim Einkauf im Supermarkt oder an der Käsetheke hast du die Wahl zwischen verschiedenen Hartkäsesorten. Achte darauf, dass die Verpackung unbeschädigt ist und das Mindesthaltbarkeitsdatum noch weit in der Zukunft liegt. Vakuumverpackten Stücken ist der Vorzug gegenüber offen gelagerten Stücken zu geben, um äußere Verunreinigungen zu vermeiden.
Hier siehst du eine Übersicht sicherer Alternativen und Hartkäse-Klassiker:
| Käsesorte | Sicherheit | Hinweis |
| Parmesan (Reggiano) | Sehr hoch | Lange gereift, unbedenklich. |
| Grana Padano | Sehr hoch | Ähnlich wie Parmesan, sicher. |
| Emmentaler | Hoch | Hartkäse, meist pasteurisiert. |
Lager den Käse zu Hause am besten in einem sauberen Behälter im Kühlschrank. Wenn du ein großes Stück kaufst, kannst du die Schnittkanten regelmäßig prüfen. Solltest du doch einmal unsicher sein oder versehentlich verschimmelten Käse gegessen haben, halte kurz Rücksprache mit deiner Hebamme. Meist ist bei Hartkäse ein großzügiges Abschneiden der betroffenen Stellen bei Nicht-Schwangeren üblich, aber in deiner Zeit solltest du das Stück im Zweifel lieber entsorgen.
Weitere Ernährungstipps
*Wir möchten darauf hinweisen, dass die Entwicklung deines Kindes ganz individuell ist und jedes Kind andere Bedürfnisse hat. Unser Ratgeber gibt dir eine Orientierung, ist aber kein Ersatz für ein ärztliches Gespräch. Wir raten dir, deine gesundheitlichen Fragen immer mit deiner Kinderärztin/deinem Kinderarzt zu besprechen.